WM Junge Vielseitigkeitspferde

Mit Bob gelang mir an diesem Wochenende ein ziemlich perfekter Abschluss einer bis hier her ohnehin schon sehr spannenden und ereignisreichen Turniersaison 2016.

Von Dienstag bis Sonntag galt unser Fokus im französischen Le Lion d’Angers der Weltmeisterschaft der Sechsjährigen Vielseitigkeitspferde, die im Rahmen einer anspruchsvollen CCI* Prüfung ausgetragen wurde.

Eine frühe Anreise am Dienstag war für Bob Gold wert, war er in den ersten Tagen doch sichtlich nervös und beeindruckt von der Atmosphäre Rund um das Haras national du Lion d’Angers.
Rechtzeitig zur Dressur hatte sich die erste Anspannung jedoch gelöst und Bob zeigte im Viereck eine für seinen derzeitigen Entwicklungsstand tolle Aufgabe, blieb konzentriert bei der Sache und wurde mit 45.3 Minuspunkten und Rang 5 im Zwischenklassement belohnt.
Dass sein eigentliches Steckenpferd das Gelände ist, wusste ich im Vorfeld. Die Art und Weise, mit der er den anspruchsvollen, mit Zuschauern und viel Atmosphäre gespickten Kurs am Samstag jedoch bewältigte, war einfach nur beeindruckend. Wie ein Großer absolvierte er Aufgabe für Aufgabe ohne ein Zögern oder irgendeine Unsicherheit und machte mit seiner Schnelligkeit auch zwischen den Sprüngen richtig Boden gut. Fehlerfrei in der Zeit galoppierte er über die Ziellinie und hielt seinen 5. Rang vor dem abschließenden Springen.
Da alle vorderen Paare sehr dicht beieinander lagen,  versprach das Springen noch einmal viel Spannung und würfelte durch viele Fehler noch einmal einiges Durcheinander.
Bob hatte sich über Nacht seine Kräfte offensichtlich wieder bestens gesammelt und zeigte im Parcours erneut eine Glanzleistung. Ohne Fehler und somit mit seinem Dressurergebnis beendete er die WM und rutschte mit dieser Leistung auf einen tollen zweiten Platz vor. Ein Ergebnis, mit dem ich im Vorfeld nicht gerechnet hätte und was mich unheimlich freut.

Wohl verdient geht auch er, genau wie die anderen, nun in seine Winterpause. Viel Besser hätte das Jahr 2016 nicht enden können.

Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal bei meinen Sponsoren und Unterstützern bedanken, die mich in diesem Jahr nicht nur auf dem Weg zu meinen ersten Olympischen Spielen, sondern auch darüber hinaus unterstützt und an mich und meine Pferde geglaubt haben. Es war ein ereignisreiches Jahr, an dessen sportliche Erfolge ich im nächsten Jahr unbedingt weiter anknüpfen möchte.